Thüringer SPD-Chef Maier gibt Amt auf - Kritik an Bundespartei
Der Thüringer Innenminister Georg Maier hat seinen Rückzug als SPD-Landeschef angekündigt und gleichzeitig die Bundespartei kritisiert. Der 59-Jährige sagte dem Magazin "Stern" nach Angaben vom Mittwoch, er wolle die Mehrfachbelastung durch Partei, Regierung und Familie "etwas reduzieren". Landesinnenminister will der seit 2020 amtierende Thüringer SPD-Chef aber bleiben. "Das ist ausdrücklich kein Rückzug aus der Politik", sagte er. Als seine Nachfolgerin an der SPD-Spitze schlage er Sozialministerin Katharina Schenk vor.
Mit Blick auf die Bundes-SPD sagte Maier, diese brauche "eine positive Zukunftserzählung, aber auch strukturelle Änderungen". Er vermisse die Basis in den Gremien der Bundes-SPD, die Hierarchien wirkten zu wenig durchlässig. "Wo sind denn die Azubis bei den Jusos? Und wo die Arbeiter in den Bezirks- und Landesvorständen?", fragte Maier. Die SPD habe den Kontakt zu Teilen ihrer früheren Wählerschaft verloren.
Y.Byrne--NG