Deutsche Zentralbankerin Schnabel wechselt von EZB zum Internationalen Währungsfonds
Die deutsche Zentralbankerin Isabel Schnabel tritt von ihrem Posten im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) zurück und übernimmt stattdessen eine zentrale Rolle beim Internationalen Währungsfonds (IWF). Schnabel habe EZB-Präsidentin Christine Lagarde mitgeteilt, dass sie "ihr Amt am 3. Januar 2027 niederlegen wird", erklärte die Zentralbank am Donnerstag. Zum 4. Januar wird demnach IWF-Chefin Kristalina Georgieva die Deutsche zur Leiterin der Abteilung für Geld- und Kapitalmärkte des Fonds ernennen.
Das Ethik-Gremium der EZB habe entschieden, dass keine Übergangsphase nötig sei. Aufgrund ihres Wechsels werde Schnabel aber während ihrer verbleibenden Zeit im EZB-Rat nicht mehr in Angelegenheiten mit Bezug zum IWF involviert sein. Über Schnabels Nachfolge soll zeitnah entschieden werden. Die EZB-Räte ernennt der Europäische Rat, also die EU-Staats- und Regierungschefs.
Lagarde dankte Schnabel für ihre Arbeit: "Isabel hat eine Schlüsselrolle bei den Bemühungen der EZB gespielt, die Inflation auf unserem mittelfristigen Ziel von zwei Prozent zu stabilisieren, und hat einen enormen Beitrag zur Modernisierung der Arbeitsweise der EZB geleistet, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gerecht zu werden", erklärte die Französin.
X.Fitzpatrick--NG