Bundesregierung will Cybersicherheit der Verwaltung stärken
Mit einem neuen Sicherheitsprogramm soll die Bundesverwaltung besser vor Cyberangriffen geschützt werden. Das Bundeskabinett beschloss dazu am Mittwoch die Einrichtung des Programms "CyberGovSecure". Unter Federführung des Digitalministeriums soll die Verwaltung des Bundes widerstandsfähiger werden im Kampf gegen Spionage, sogenannte Ransomware-Angriffe auf IT-Dienstleister oder koordinierte Überlastungsangriffe.
Ziel des Programms seien "schlanke, klare" Organisationsstrukturen, um die Handlungsfähigkeit des Staates in Cyberfragen dauerhaft zu stärken, erklärte das Digitalministerium.
Eine zentrale Rolle soll dabei ein sogenannter Chief Information Security Officer (CISO) spielen. Geplant ist, dass die Chefin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Claudia Plattner, diese Funktion übernimmt. Sie soll die Umsetzung von "CyberGovSecure" gemeinsam mit den Informationssicherheitsbeauftragten der einzelnen Ministerien koordinieren.
"CyberGovSecure" soll die Verwaltung von innen heraus resilient machen. Mit einem weiteren "Cyberdome" genannten Programm soll zusätzlich eine Schutz-Infrastruktur zur Früherkennung und Abwehr von Cyberangriffen auf Staat, Wirtschaft und Verwaltung aufgebaut werden. Das Programm ist aber noch in der Konzeption.
Die "demokratischen Institutionen und digitalen Infrastrukturen" stünden "im Fadenkreuz staatlicher und krimineller Angreifer", erklärte Digitalminister Karsten Wildberger (CDU). Als Antwort darauf solle die Cybersicherheit im Bund deutlich stringenter organisiert werden. "Das bisherige Nebeneinander im digitalen Schutz unseres Staates können wir uns nicht mehr leisten."
Das Sicherheitsprogramm kommt vor dem Hintergrund einer anhaltend angespannten Bedrohungslage. Sicherheitsbehörden warnen, dass Deutschland ein zentrales Ziel von Cyberangriffen ist und insbesondere staatliche Stellen verstärkt im Fokus stehen.
N.Handrahan--NG