Gladbacher Matchwinner Mohya: "Top, top, top"
Im Mittelpunkt des Gladbacher Jubels über den erhofften Befreiungsschlag stand ein 17-Jähriger: Wael Mohya war nach dem 3:2 (1:1) der Borussia beim VfB Stuttgart mit einem Tor und einer Vorlage der Mann des Abends.
"Das war exzellent, unbeschreiblich gut. Er hat wahnsinnig viel gemacht. Er hat sich taktisch wirklich sehr, sehr gut verhalten, hat nachgearbeitet, hat das Zentrum dann auch mitgeschlossen. Ich hebe normalerweise ungerne Spieler raus, aber das war schon top, top, top", lobte Trainer Alexander Blessin sein Juwel bei Sky.
"Das muss man sich mal überlegen, wie der hier aufdribbelt, wie der hier das zweite Tor vorbereitet hat, wie frech. Er geht hinterher. Hut ab vor dieser Leistung", ergänzte Sportchef Rouven Schröder.
Kein Wunder, dass Mohya überglücklich war. "Das ist schon geil und hat sehr viel Spaß gemacht. Wir müssen diesen positiven Schwung mitnehmen", sagte Mohya mit Blick auf das Spiel am kommenden Samstag gegen den SC Paderborn.
Es war ein gelungener Abend für Mohya und den Traditionsverein, der beim VfB nach zuvor sechs Niederlagen einen historischen Bundesliga-Fehlstart verhinderte. "Es fällt einiges ab. Natürlich kann der ganze Klub mal durchatmen, weil die letzten Wochen waren schon hart. Aber es kann nur ein Start sein, weil jetzt haben wir drei Punkte und sind immer noch Letzter. Das darf man nicht vergessen", sagte Schröder.
Laut Blessin sei es "wichtig" gewesen, "dass die Mannschaft gezeigt hat, dass sie lebt und dass wir noch einiges reißen wollen", betonte Blessin nach seinem ersten Erfolgserlebnis mit der Borussia. Aber es könne jetzt "auch nicht sein, dass wir uns jetzt ausruhen, sondern so muss es weitergehen".
Beim VfB sollte es in der Liga dagegen nicht so weitergehen. Im siebten Ligaspiel setzte es für die ambitionierten und in der Champions League überzeugenden Stuttgarter die fünfte Niederlage. "Das muss man aufarbeiten. Wir haben das Spiel aus der Hand gegeben, das beschäftigt alle. Wir haben uns gegen die Niederlage zu wenig gestemmt", monierte Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und sprach von einem "Tiefpunkt in der Liga. Das ist ein Signal an alle. Jeder muss sich hinterfragen."
O.F.MacGillivray--NG