Tipps und Anekdoten: Klopp stellt sich Fragen auf Kinder-PK
Wie ist er so ein guter Trainer geworden? Wer ist der beste Spieler, den er je trainieren durfte? Und haben ihn schonmal Fans verfolgt? Jürgen Klopp hat sich am Mittwoch auf dem DFB-Campus in Frankfurt am Main einem ungewöhnlichen Fragenhagel gestellt. Auf einer Kinder-Pressekonferenz im Rahmen des vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) organisierten Projekts "Der beste Tag" beantwortete der Bundestrainer zahlreiche außergewöhnliche Fragen. Das Projekt fand am Mittwoch zum 100. Mal statt.
"Wenn man es machen möchte, muss man davon ganz viel machen - und dann kann man es irgendwann sehr gut. Und man muss Spaß daran haben", lautete Klopps Rat an die neun- und zehnjährigen Jungen und Mädchen. Auch eine eher lustige Anekdote zum Thema Fanärger gab er preis: In Liverpool sei mal ein Mann durch seine Gartentür in sein Haus gelangt und habe im Wohnzimmer gesessen "und unsere Süßigkeiten aufgegessen". Einkaufen gehen, antwortete Klopp auf eine entsprechende Frage, das würden er oder seine Frau noch immer selber erledigen. Um die Frage nach seinem Lieblingsverein wandte sich Klopp geschickt herum: "Mein Lieblingsteam ist die deutsche Nationalmannschaft - das zählt auch."
Und wie fühlt es sich an, so berühmt zu sein wie der DFB-Trainer? "Manchmal ganz schön und manchmal nicht so schön. Wenn ich mal nicht erkannt werden möchte, weil ich gern meine Ruhe hätte, ist das schwierig. Weil ich das weiß, gehe ich nur aus dem Haus, wenn ich es okay finde, dass Leute mich ansprechen", sagte Klopp bei der PK, nachdem er zusammen mit U19-Nationaltrainer Hanno Balitsch in der Kunstrasenhalle des Campus ein Training für die Nachwuchsspielerinnen und -spieler geleitet hatte.
Bei der Einheit erlebten die 36 Mädchen und Jungen aus zwei E-Jugendmannschaften von der SG Oberlahn und den Sportfreunden Sölderholz aus Dortmund im Rahmen der Veranstaltungsreihe einen weiteren Programmpunkt ihres "besten Tags", nachdem sie mit Mannschaftsbussen des DFB zu der Einheit mit Klopp abgeholt worden waren. Die Einheit dauerte 67 Minuten, zum Abschluss gab es ein gemeinsames Gruppenfoto und ein DFB-Trikot für jedes Kind, nach der Fragerunde schrieben Balitsch und Klopp geduldig Autogramme.
"Es ist einfach etwas Besonderes, hier zu sein und zu kicken. Das ist die Heimat des deutschen Fußballs", sagte Balitsch zu dem Tag mit den Kindern: "Es soll uns mit dem Fußball, den Kids und den Vereinen an der Basis verbinden. Wir wollen zeigen, dass der DFB nicht nur Nationalmannschaft, sondern viel mehr ist."
Mit der Nationalmannschaft wolle Klopp den Kindern ermöglichen, "großartige Erlebnisse zu haben. Deutschland war zuletzt 2014 Weltmeister, da ward ihr noch nicht auf der Welt", sagte er: "Aber wir haben noch ordentlich Zeit, wir müssen aber auch in die Richtung arbeiten."
W.Prendergast--NG