Nach Ankunft zehntausender Migranten in Ceuta: EVP-Chef Weber fordert Stärkung von Frontex
Der CSU-Europapolitiker Manfred Weber hat nach der Ankunft zehntausender Migranten in der spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika eine Stärkung der europäischen Grenzschutzagentur Frontex gefordert. "Ceuta ist nicht nur spanische Grenze, sondern auch europäische Grenze", sagte der Partei- und Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) am Freitag im ZDF-"heute-journal". "Das darf Europa nicht passieren", sagte Weber.
Die spanische Regierung müsse sicherstellen, dass sich ein vergleichbarer Vorfall nicht wiederhole, forderte Weber. Er zeigte kein Verständnis dafür, dass die Regierung von Pedro Sánchez keine europäische Hilfe in Anspruch genommen habe.
In den vergangenen Tagen hatten rund 60.000 Menschen das an Marokko angrenzende Ceuta erreicht, wie der Präsident von Ceuta, Juan Jesús Vivas, bekanntgab. Bis zum frühen Freitagabend kehrten nach Angaben des spanischen Innenministeriums mehr als 48.000 Migranten nach Marokko zurück. Die spanische Regierung entsandte demnach "zum Aufrechterhalten der Sicherheit" Soldaten in die Exklave. Die Geschehnisse lösten in der EU eine Debatte über Migration und Grenzkontrollen aus.
L.Bohannon--NG