Europäischer Gerichtshof urteilt über Ungarns umstrittenes LGBTQ-Gesetz
Der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg fällt am Dienstag (09.30 Uhr) sein Urteil über Ungarns hochumstrittenes LGBTQ-Gesetz. Die 2021 unter dem inzwischen abgewählten rechtsnationalistischen Regierungschef Viktor Orban eingeführte Regelung beschränkt oder verbietet Darstellungen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften oder von Transidentität etwa im Fernsehen und in Büchern. Die EU-Kommission klagte gegen Ungarn, sie sieht unter anderem Verstöße gegen Europas Grundrechtecharta. (Az. C-769/22)
16 Mitgliedsländer, darunter Deutschland, und das Europaparlament schlossen sich der Klage an. In ihrem Gutachten erklärte die zuständige Generalanwältin im Juni, dass die Klage ihrer Meinung nach begründet sei und Ungarn gegen EU-Recht verstoßen habe. Nun fällt das Urteil. Sollte der EuGH eine Verletzung von EU-Recht feststellen, müsste Ungarn die Missstände beheben. Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer.
W.Prendergast--NG