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Amtseinführung in New York: Bürgermeister Mamdani will Regierungsfähigkeit der Linken beweisen
Amtseinführung in New York: Bürgermeister Mamdani will Regierungsfähigkeit der Linken beweisen / Foto: TIMOTHY A.CLARY - AFP

Amtseinführung in New York: Bürgermeister Mamdani will Regierungsfähigkeit der Linken beweisen

Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani hat zu Beginn seiner Amtszeit angekündigt, dass er die Praxistauglichkeit linksgerichteter Politik demonstrieren will. Er wolle ein Beispiel dafür geben, dass "die Linke zu regieren versteht", sagte der 34-Jährige in seiner Amtseinführungsrede am Donnerstag.

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"Wir werden etwas tun, was die New Yorker besser tun als alle Anderen: Wir werden ein Beispiel für die Welt setzen", sagte Mamdani, der als bekennender Sozialist den Gegenpol zum rechtspopulistischen Präsidenten Donald Trump darstellt.

In seiner 24-minütigen Rede strich das neue Stadtoberhaupt den Kampf gegen die hohen Lebenshaltungskosten als Kernanliegen seiner Agenda heraus. Er werde jenen helfen, "die von der etablierten Ordnung verraten" worden seien, sagte er in Bezug auf die wirtschaftlichen Nöte vieler Bewohnerinnen und Bewohner der größten Stadt der USA.

Mamdani gehört dem linken Flügel der Demokratischen Partei an und hat sich selbst als Trumps "schlimmsten Albtraum" beschrieben. Vor einem Jahr war er noch weitgehend unbekannt, bevor er dann mit einem bürgernahen Wahlkampf für Furore sorgte und im Blitztempo zu einem neuen Hoffnungsträger der Linken in den USA wurde.

An seiner Amtseinführungsfeier am Neujahrstag nahmen in dem langjährigen Senator und früheren Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders sowie der Kongressabgeordneten Alexandria Ocasio-Cortez zwei andere prominente Trump-Widersacher aus dem linken Lager teil. Tausende Menschen drängten sich bei klirrenden Temperaturen in den Straßen des südlichen Manhattan, um Mamdani zu bejubeln.

Seinen Amtseid hatte Mamdani bereits kurz nach Anbruch des neuen Jahres mitten in der Nacht in einer stillgelegten U-Bahn-Station unter dem Rathaus abgelegt. Nach Angaben seines Büros wollte Mamdani auf diese Weise seine Verbundenheit mit der arbeitenden Bevölkerung demonstrieren. Den Eid legte Mamdani vor der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James ab, die ebenfalls eine Widersacherin Trumps ist.

Mamdani will das Leben in der extrem teuren 8,5-Millionen-Metropole erschwinglicher machen. So sollen die Mieten für mehr als eine Million Wohnungen eingefroren werden. Mamdani hat den Republikaner Trump als "Faschisten" bezeichnet. Ein Treffen der beiden so konträren Politiker im Weißen Haus nach Mamdanis Wahlsieg verlief im November aber freundlich.

Mit seinen 34 Jahren ist Mamdani nicht nur einer der jüngsten Bürgermeister in der Geschichte New Yorks. Der in Uganda geborene Politiker ist auch der erste Muslim im Bürgermeisteramt der Stadt.

W.Prendergast--NG